Tourismusförderung: Die Warnow wird durchgängig für Kanus u. ä. schiffbar gemacht; Ausbau des Radwegenetzes;
Erhalt und Förderung kleiner und mittlerer Landwirtschaftsbetriebe;
Förderung von Klimaschutzmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden, aber auch im privaten Bereich. Während die Nutzung der Sonnenenergie für die zusätzliche Wärmegewinnung im Haushalt ohne weitere Belastungen der Umwelt verwirklicht werden kann, ist der Einsatz von Photovoltaik-Anlagen aufgrund der hohen Energiekosten bei deren Herstellung sicher noch diskussionswürdig. Für die Umsetzung neuer Energieideen sollte vielleicht auch über eine „Abwrackprämie“ für Heizungsanlagen nachgedacht werden. Bessere Information über Investitionsförderungen in allen Bereichen der Wirtschaft und Unterstützung von Betrieben und Privatpersonen bei Antragstellungen.
Keine Zwangsehen: jede Kommune soll weiterhin selbst entscheiden können, ob sie fusionieren will; kein Druck hierbei von Landesebene durch Streichen von Mittelzuweisungen. Eine Fusionsgemeinde aus fünf kleineren kommunalen Einheiten auf einer Fläche von 30qkm macht wenig Sinn, da die gemeinsamen Strukturen fehlen, vielmehr setzen wir auf eine Verbesserung der finanziellen Situation einzelner funktionierender Gemeinden durch Einfordern höherer Zuweisungen; hierzu konzertierte Aktion aller Kommunen; Motto: „Gemeinsam sind wir stark!“
Förderung regionaler Kreisläufe und Absatzwege: das Geld bleibt hier, kurze Wege zwischen Produzenten und Konsumenten schonen die Umwelt! Erhalt und Förderung regionaler Besonderheiten der Landschaft in M-V: Ausbau von Korridoren zwischen Naturschutzgebieten; Kein Freisetzen gentechnisch veränderter Organismen (andere große Tourismusziele in Europa machen es vor: Österreich z.B. hat den Anbau dieser Pflanzen verboten!)
Brauchen wir wirklich einen Flughafen in Laage? Sowohl wirtschaftlich (eine Gegenüberstellung von Kosten und Nutzen fällt negativ aus) als auch ökologisch (Lufttransporte sind mit Abstand am umweltschädlichsten im Vergleich zum Schiff und zur Schiene) halten wir den Flughafen für nicht sinnvoll. Der frei werdende Zuschuss (600.000 Euro im Jahr) kann in anderen Bereichen gewinnbringender, sowohl wirtschaftlich als auch sozial, eingesetzt werden; die Flugbewegungen vom Militär-Flughafen können eingeschränkt werden, da ein Grund für den Betrieb mit dem Nicht-Bau des Bombodroms in Brandenburg entfällt. Die Bundeswehr will gerade in Laage 39 Millionen Euro investieren und ganz viele neue Arbeitsplätze einrichten, und das will sie sicher nur anbieten, wenn sie auch das Bombodrom bekommt.
Kulturelle Vielfalt ist ein hohes Gut, das seinen Preis hat. Gerade in touristisch wichtigen Regionen dürfen die Kosten nicht über die Erhaltung der Theater und Museenlandschaft entscheiden. Zur Finanzierung dieser und weiterer Angebote wie Sport- und Jugendförderung bedarf es mehr Kreativität bei der Einwerbung von Mitteln. Parallel zur obligatorischen „Kurtaxe“ in den Bäderregionen können wir uns eine „Kulturabgabe“ beim Erwerb von Eintrittskarten, im Beherbergungsgewerbe u.ä. vorstellen, die den Erhalt und Erweiterung der Angebote sicherstellt. Menschen in der dritten Lebensphase sollten ihrem Alter und ihren Möglichkeiten entsprechend Gelegenheit bekommen, sich in der Jugend- und Familienarbeit engagieren zu können. So kann z.B. die Zahl der freien Jugendtreffs erhöht werden, effektivere Möglichkeit der Abwehr von jugendlichem Vandalismus und Extremismus gibt es nicht! Wir denken aber auch an einen individuellen Einsatz der älteren Menschen direkt in Familien, in den vielleicht eine Großmutter oder ein Großvater ganz neue kreative Aufgaben übernehmen kann.
Dezentrale Schulstandorte müssen erhalten werden. Schon aufgrund der enormen Umweltbelastungen durch den zunehmenden Schülertransport entstehen Folgekosten, die bei genauerer Betrachtung bei weitem die Kosten für eine Herabsetzung der Pflichtschülerzahlen für die Errichtung oder Erhaltung einer (kleineren) Schule aufwiegen würden. Alle Fahrzeiten, die länger als eine halbe Stunde in Anspruch nehmen sind weder Kind- noch Umweltgerecht. Einmal mehr gilt hier: Kurze Beine, kurze Wege!
Natürlich halten wir immer unser Ziel im Auge, dass es nur eine Schule geben soll, an der alle Kinder unterrichtet werden können. Und auch gerade diese integrierten Gesamtschulen müssen nicht Riesengebilde mit mehr als 1.000 Schülern sein, wie sie uns immer von den hiesigen Bildungspolitikern vorgehalten werden.